Worüber ich nachdenke, wenn ich mir Filme ansehe…

Sicherlich gehörst du zu jenen Menschen, mein Leser, der Rezensionen entweder von bekannten oder anonymen Senfzugebern verschlingt – am besten mittelscharf – um deiner saftigen Gier nach konstanter Fremdscham diese gewisse, doch allzu bekannte Würze zu verleihen.

Und jetzt, denkst du wohl, kommt wieder jemand mit vermeintlich neuen Rezepten daher, obwohl – ja mein Leser, du hast den richtigen Riecher! – jener eigentlich nur darauf aus ist, sein Ego mit reichlich Zuckerguss zu beschmieren. Das Ganze will jener dann auch noch als Beitrag zur Filmkultur verkaufen, indem er seine verquirlten Ideen auf einem akademisch verschnörkelten Silbertablett serviert; obwohl wir beide wissen, dass es trotz medialer Politur schon deutlich hässliche Spuren aufweist. Ach, deshalb das populärwissenschaftliche Design!

Ob dir diese Metaphern überhaupt schmecken oder dir nicht schon von all den unpassenden Zutaten schlecht geworden ist, kann ich nicht wissen; nicht einmal, ob du sie gelesen hast oder meine zukünftigen Gerichte zu ausgewählten Filmen dir munden werden.

Egal ob nahrhaft oder unverträglich – wir beide haben eines gemeinsam: Hunger!

Read here the movie-dishes written by Sandra Gwozdz: